Die Löwengeschichte

Warum wir Menschen ebenfalls krank werden …

Stellen Sie sich folgendes vor:

Ein Löwe lebt in einem engen, dunklen Käfig im Zoo und wird seit 10 Jahren ausschließlich mit Gras gefüttert. Das arme Tier leidet an vielen Erkrankungen und verschiedene „Löwenfachärzte“ untersuchen dieses und jenes Organ, geben diese und jene Medizin, finden aber keinen Weg, dem armen Tier zu helfen.

Wüssten Sie vielleicht die Lösung? Na klar! Er müsste zurück in die Savanne, sich dort frei und reichlich bewegen, Gazellen jagen, Fleisch fressen und ansonsten mit seinen Artgenossen faul in der Sonne liegen.

Ja! Sie würden unterstellen, dass der Löwe eine Chance hätte, gesund zu werden, wenn er so leben würde, wie Löwen seit tausenden von Jahren gelebt haben, sozusagen „artgerecht“.

Sie ahnen, warum wir diese Geschichte erzählen!

Natürlich! Die Geschichte ist absolut auf uns Menschen und unsere Gesundheit übertragbar, denn unsere Lebensweise ist von der unserer Ahnen mindestens so weit entfernt, wie die unseres Gras-fressenden Löwen von der seiner Vorfahren.

Wenn man sich wissenschaftlich damit befasst, was es für uns Menschen bedeutet, „artgerecht“ und somit gesund zu leben, kommt man vereinfacht auf die folgenden drei Faktoren, die die wichtigsten Voraussetzungen für unsere Gesundheit sind:

  • Sonne auf der Haut und dadurch Vitamin D
  • ausreichend viel Bewegung
  • und die richtige Ernährung

Sonne bedeutet ausreichend Vitamin D

Fast die ganze Menschheitsgeschichte lang sind unsere Vorfahren täglich bis zu 10 Stunden mehr oder weniger unbekleidet unter der Sonne gelaufen. Mit Hilfe der Sonnenstrahlen bildet der Körper in der Haut Vitamin D.

Heutzutage halten wir uns überwiegend im Haus bzw. im Schatten auf und schützen uns draußen durch Kleidung oder Sonnencreme vor der Sonne. Die Folge davon ist, dass wir in Deutschland quasi „chronisch“ an einem deutlichen Vitamin D-Mangel leiden.

Der Vitamin D-Mangel führt nach neueren Forschungsergebnissen zu einer deutlich erhöhten Wahrscheinlichkeit zu erkranken. Dazu gehört ein großer Teil der Krebserkrankungen, daneben Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes, Rheuma, Bluthochdruck – aber auch eine allgemeine Schwäche der Abwehr und so eine hohe Infektanfälligkeit.

Sportliche Aktivität und Bewegung

Wissenschaftler haben nachvollzogen, dass sich der Mensch 4 Millionen Jahre lang täglich durchschnittlich 20 km bewegt hat … – auf der Suche nach Nahrung oder auf der Flucht vor wilden Tieren.

Heute bewegt sich der Deutsche durchschnittlich etwa 700 Meter täglich zwischen Bett, Kühlschrank, Verkehrsmittel, Arbeitsplatz, Geschäften, Fernseher und Bett … – viel zu wenig, um auf Dauer leistungsfähig und gesund zu bleiben.

Ernährung

Sie ahnen, dass auch unsere Nahrungsmittel von heute mit denen unserer Ahnen ähnlich wenig gemeinsam haben wie das Gras des armen Löwen mit den „Lebensmitteln“ seiner Vorfahren.

Vier Millionen Jahre lang haben wir in erster Linie von den Früchten der Natur gelebt, von sonnengereiftem Obst, Gemüse, Beeren sowie ab und zu von Fleisch.

Weil Obst, Gemüse und Beeren wenig Kalorien haben, aßen wir davon etwa 3-6 Kilogramm täglich, zumal wir wegen der Kälte – ohne Wintermantel und Zentralheizung – und durch die viele Bewegung deutlich mehr Kalorien verbraucht haben als heute.

Heute essen wir Deutschen durchschnittlich 1-2 x täglich ein wenig rohes Obst oder gekochtes Gemüse, das jedoch ganz überwiegend unreif Wochen bis Monate vorher geerntet wurde.

Was ist denn an Obst und Gemüse so wichtig? Vitamine gibt es doch auch billig und bequem als Brausetablette!

In vielen 1000 Jahren hat der Mensch, um sich zu schützen, verschiedene Abwehrstoffe und Abwehrzellen entwickelt. Ebenso bilden auch alle Früchte gerade in den letzten Tagen ihrer Reifung neben Vitaminen eine Vielzahl von Stoffen, die ihrer Abwehr dienen, z. B. gegen starke Kälte, Hitze, Trockenheit, Nässe oder Schimmel.

Beim Apfel kennen wir bis heute etwa 400, bei Brokkoli etwa 2000 Inhaltsstoffe.

Insgesamt geht die Wissenschaft von etwa 100 000 verschiedenen Einzelstoffen aus. Wir wissen, dass diese „Kampfstoffe der Natur“, die wir heute als sekundäre Pflanzenstoffe bezeichnen, das für unsere Abwehr wichtigste Fundament bildeten und auch immer noch bilden sollten.

Ohne eine ausreichende Menge und Vielfalt dieser Stoffe hat unser Körper keine Chance, sich gegen Krankheiten ausreichend zu schützen!

Wie können nun wir, die kranken Löwen in unserem Käfig der Zivilisation, die durch ihr artfremdes Leben so viele Krankheiten erleiden, wieder zurückkehren in „unsere Savanne“, wo wir die Chance auf mehr Gesundheit haben … – da wo es noch geht?

Ganz einfach: Auch wir müssten „nur“ wieder „artgerecht“ leben!

Den Rest erledigen unsere Selbstheilungskräfte dann ganz von allein!